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Sonntag, 20. Oktober 2013

Am 24. September: Info zu Energie-Genossenschaft

Jetzt und rechtzeitig und gemeinsam mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Weichen stellen für die Zukunft, die ohne billiges Öl und Gas und ohne billigen Strom unaufhaltsam auf uns und unsere Kinder zukommt, das ist das Motiv für die Gründung einer lokalen Energiegenossenschaft.
Der Urvater der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen weist uns den Weg:
„Was einer allein nie erreichen kann, können viele schaffen...“

Am Montag, den 24. September findet aus diesem Anlass um 19 Uhr im Gasthof „12 Apostel“  in Altötting die zweite Informationsveranstaltung zur Gründung einer Energie-Genossenschaft für Bürger aus Altötting und Neuötting sowie Umgebung statt.

Die erste Informationsveranstaltung am 11. Juni im Stadtsaal Neuötting zeigte, dass fast 100 Personen aus den beiden Städten und Umgebung an einer Energie-Genossenschaft interessiert sind. Die Genossenschafts-Anteile sollen möglichst niedrig  sein, weil  möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der  Genossenschaft beteiligt werden sollen.

Eine zukünftige Energie-Genossenschaft hat viele Möglichkeiten und Ziele. 
Angesichts der Herausforderungen, die eine Zukunft ohne fossile Energieträger zwangsläufig bringen wird, ist es für uns alle Verbraucher notwendig, selbst Initiative zu ergreifen, wollen und sollen wir nicht Spielball bleiben, Spielball von Institutionen, die von Außen her unser Schicksal mit bestimmen werden. 

Es geht darum, dass wir selbst die Weichen stellen können und uns unabhängig machen, soweit dies geht.

Es geht um die Erschließung von Einsparpotenzialen, es geht um die Vermeidung von unsinnigen Energieverbräuchen, es geht darum, festzustellen, was und wie viel und wo wir Energie brauchen, Energie und zu welchen Zeiten. Welche lokalen Speichermöglichkeiten gibt es? Können wir regionale, sichere und nachwachsende Energieträgern wie Sonne und Holz und Abwärme erschließen? Können wir nicht viel intelligenter mit Energieträgern umgehen, sie nicht viel effizienter einsetzen?
Welche Lösungen im Verbund, Speicherung von überschüssigen Sonnenstrom in zB. Batterien von e-Mobilen bieten sich in Zukunft an?

Es geht natürlich auch um Projekte, um Anlagen, die Sinn machen, um eine sinnvolle Infrastruktur, es geht dann auch um die Finanzierung und den Betrieb von diesen Anlagen.
Und diese Anlagen sollen in die Hände der Bürgerschaft, in die Hände von uns allen, die davon Nutzen ziehen müssen.

Es geht aber auch darum, dass wir uns aufstellen und dass wir lebensfähig bleiben, wenn die fossilen Energieträger nicht mehr für Heizung, Strom und Mobilität zur Verfügung stehen. Es geht um die Organisation eines anderen Lebensstils, weg vom Rausch des permanenten Verbrauchs und hin zum einem vernünftigen Gebrauch von Ressourcen.
Es geht dabei nicht um einen Abschied von Wohlstand und Verzicht, es geht darum, dass wir uns neu und effizienter organisieren. Und das geht nur, wenn sich von möglichst viele Menschen einig sind und gemeinsame lernen, gemeinsame Sache machen.

Toni Dingl

Referent für Umweltfragen der Stadt Altötting

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