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Freitag, 27. Dezember 2013

Das Jahr 2014 - Was lernen wir aus der Geschichte?

"Mein Kampf", die Hassschrift und gleichzeitig "Bibel" zu der Idee des Dritten Reiches wurde millionenfach unter die damaligen deutschen Familien gebracht. Sie stand - weil als Hochzeitsgeschenk verabreicht - in jedem Regal eines jung verheirateten Paares. Und dort konnte auch nachgelesen werden, was die damalige Zukunft dem deutschen und dem europäischen Volk bringen könnte.

Im Nachhinein denken wir heute, dass es doch ein Leichtes gewesen sein müsste, die Tragödien - weil vorherzusehen - abwenden zu können, wenn man dem Spuk mit den Nazis rechtzeitig ein Ende gemacht hätte.

Aber, was lernen wir daraus? Es scheint nicht viel. Wissen alleine reicht wohl nicht, um dramatische Vorhersagen abwenden zu können.

Denn auch wir geben uns mit dem Rahmen in dem wir leben, mit einem Wirtschafts-System zufrieden, das stündlich und ständig dabei ist, die Grundlagen von Millionen von Menschen zu missachten, ganze Tierarten und Pflanzen zu vernichten und das zynisch und des bloßen Profits wegen, auf die Lebensgrundlagen wie das weltweite Klima schlichtweg pfeift. Und wir nicken dabei auch noch stillschweigend, weil es uns im Augenblick an nichts zu fehlen scheint.

Was lernen wir aus unserer Geschichte? Wird das Jahr 2014 ein Jahr des Rucks, ein Jahr für den Blick dafür bringen, dass wir alle in die falsche Richtung laufen oder geführt werden, wie die Lemminge? Werden wir die Kraft und die Einsicht haben, um letztlich auch die Ehre haben, die verdienten Bewohner dieses wundervollen und einzigartigen Planeten Erde sein zu dürfen?

Toni Dingl
Umweltreferent der Stadt Altötting




Sonntag, 10. November 2013

Und der Letzte macht´s Licht aus....

Dass Leserbriefe oft nur die alleinige Meinung des Verfassers wiedergeben können, ist im Fall des Leserbriefes von Herrn Günter Vogl auch gut so. Bei dem könnte man es belassen, wenn Herr Günter Vogl nicht die Grenzen der Achtung, der Höflichkeit gegenüber einem Gast überschritten hätte.

Der Publizist Franz Alt gab und gibt sich weder als Wissenschaftler noch als ein Klimaforscher aus, sondern hat sich einen Namen gemacht als ein aufrechter und mutiger Kämpfer für einen notwendigen radikalen Wandel in unserer Gesellschaft. Wie nur wenige gelingt es ihm, Menschen aus der Lethargie des „

Nur weiter so...“ aufzurütteln und sie eindringlich vor den Konsequenzen zu warnen, wenn wir die Zeichen des Wandels nicht rechtzeitig erkennen wollen und diesen Wandel hin zu einer nachhaltig wirtschaftenden Zivilgesellschaft nicht einleiten und umsetzen.Wenn Herr Günter Vogl nun den Publizisten - der er nun ist - Franz Alt mit Schmähungen überschüttet, in mehrmals der Lüge zeiht, ihn lächerlich machen will und sich selbst als den großen Naturwissenschaftler ausgibt, der allein ihm Besitz der ewigen Wahrheit zu sein scheint, reiht er sich gewollt ein in die Riege derjenigen, die versuchen, das Thema Klimawandel, Ressourcenknappheit, Nachhaltigkeit in Mißkredit zu bringen.

Damit schließt er sich den sogenannten Klimaskeptikern an - dies hat er im Altöttinger Stadtrat ja kundgetan -  , die sich mit Hilfe einer bestens geölten PR-Maschinerie auf Quellen und Institute berufen, die von den Großen Playern der Finanzindustrie, den Ölmultis finanziert und ausgehalten werden. 

Und die haben nicht das Wohl oder eine Kultur für das Überleben der Menschheit im Visier, sondern nur die Vermehrung ihres Vorteils. Und sie tun alles, dass alles so bleibt, solange es nur irgendwie geht. Da geht es nicht um Wissenschaft, da geht es darum, ganz perfide und subtil, Zweifel zu sähen, die Menschen einzulullen. 
Der dahintersteckende Zynismus kann nicht größer sein: The party must go on! 

Wer dann als Letzter das Licht ausmachen soll, erklärt uns dann vielleicht - wie er vorschlägt in einem eigenen Vortrag - Herr Günter Vogl.

Toni Dingl
Umweltreferent der Stadt Altötting
Stinglhamerstrase 8

Montag, 21. Oktober 2013

Nachhaltige Energien und Klimaschutz

Das Klima und die Botschaft, dass sich das globale Klima möglicherweise drastisch verändern wird, haben es in diesen Tagen wieder in die Schlagzeilen der Medien geschafft. Der jüngste Bericht des Weltklimarates wird derzeit der Öffentlichkeit vorgestellt

Die Medien haben für wenige Tage wieder ein dankbares Thema, solange bis ein anderes, neues Thema für´s weitere Geschäft, bzw. Einschaltquoten sorgen wird.

Und in großen Teilen der Bevölkerung werden die Artikel und Sendungen wie ganz normale Nachrichten hingenommen, für die Einen als Neuigkeit, für die anderen als längst bekanntes Phänomen und für manche als bloße Panikmache, das einer bestimmten Klientel von Wissenschaftlern die Existenzberechtigung verschafft.

Für die Stadt Altötting sind die Aussagen in der Neufassung des Weltklimaberichtes die richtige Motivation, weiter an einem kommunalen „Aktionsplan für nachhaltige Energie“ zu arbeiten und diesen Aktionsplan gemeinsam mit der Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten umzusetzen.

Dabei ist es egal, wie der von Gegnern der etablierten Klimaforschung inszenierte Streit endet, der die Aussagen des Klimaberichtes für falsch, nicht beweisbar und haltlos bezeichnet.

Denn die vom Menschen verursachte Klimaveränderung ist ja nur der „mögliche“ böse Zwilling der in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Ausbeutung der endlichen und begrenzten, fossilen Ressourcen.

Und weil wir uns eh von den fossilen Ressourcen verabschieden müssen, ist es letztlich ziemlich gleich, ob wir den Klimaschutz hier noch als zusätzliches Argument heranziehen oder nicht. 

Die Tatsache, dass der überragende Teil aller weltweit tätigen Klimaforscher die menschengemachte Klimaveränderung feststellen und prognostizieren und andererseits die Gegenspieler als Lobby der Ölindustrie bezichtigt werden, sollte für Nichtwissenschaftler wie den Autor dieser Zeilen und viele Altöttinger Mitbürger doch als Hinweis dafür gelten, dass die Menschheit hier an einem großen Experiment bastelt, dessen Folgen irgendwann nicht mehr reparierbar sein könnten. Allein schon der Verdacht sollte ausreichen, um sich von diesem bedrohlichem Abenteuer fern zu halten.

Es ist ein Streit um des Kaisers Bart: Denn für Klimaschutz einzutreten, ist konkreter Ressourcenschutz und sich für Ressourcenschutz einzusetzen, heisst konkret die Klimaschutzziele einzuhalten. 

Toni Dingl
Umweltreferent der Stadt Altötting



Sonntag, 20. Oktober 2013

Am 24. September: Info zu Energie-Genossenschaft

Jetzt und rechtzeitig und gemeinsam mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Weichen stellen für die Zukunft, die ohne billiges Öl und Gas und ohne billigen Strom unaufhaltsam auf uns und unsere Kinder zukommt, das ist das Motiv für die Gründung einer lokalen Energiegenossenschaft.
Der Urvater der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen weist uns den Weg:
„Was einer allein nie erreichen kann, können viele schaffen...“

Am Montag, den 24. September findet aus diesem Anlass um 19 Uhr im Gasthof „12 Apostel“  in Altötting die zweite Informationsveranstaltung zur Gründung einer Energie-Genossenschaft für Bürger aus Altötting und Neuötting sowie Umgebung statt.

Die erste Informationsveranstaltung am 11. Juni im Stadtsaal Neuötting zeigte, dass fast 100 Personen aus den beiden Städten und Umgebung an einer Energie-Genossenschaft interessiert sind. Die Genossenschafts-Anteile sollen möglichst niedrig  sein, weil  möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der  Genossenschaft beteiligt werden sollen.

Eine zukünftige Energie-Genossenschaft hat viele Möglichkeiten und Ziele. 
Angesichts der Herausforderungen, die eine Zukunft ohne fossile Energieträger zwangsläufig bringen wird, ist es für uns alle Verbraucher notwendig, selbst Initiative zu ergreifen, wollen und sollen wir nicht Spielball bleiben, Spielball von Institutionen, die von Außen her unser Schicksal mit bestimmen werden. 

Es geht darum, dass wir selbst die Weichen stellen können und uns unabhängig machen, soweit dies geht.

Es geht um die Erschließung von Einsparpotenzialen, es geht um die Vermeidung von unsinnigen Energieverbräuchen, es geht darum, festzustellen, was und wie viel und wo wir Energie brauchen, Energie und zu welchen Zeiten. Welche lokalen Speichermöglichkeiten gibt es? Können wir regionale, sichere und nachwachsende Energieträgern wie Sonne und Holz und Abwärme erschließen? Können wir nicht viel intelligenter mit Energieträgern umgehen, sie nicht viel effizienter einsetzen?
Welche Lösungen im Verbund, Speicherung von überschüssigen Sonnenstrom in zB. Batterien von e-Mobilen bieten sich in Zukunft an?

Es geht natürlich auch um Projekte, um Anlagen, die Sinn machen, um eine sinnvolle Infrastruktur, es geht dann auch um die Finanzierung und den Betrieb von diesen Anlagen.
Und diese Anlagen sollen in die Hände der Bürgerschaft, in die Hände von uns allen, die davon Nutzen ziehen müssen.

Es geht aber auch darum, dass wir uns aufstellen und dass wir lebensfähig bleiben, wenn die fossilen Energieträger nicht mehr für Heizung, Strom und Mobilität zur Verfügung stehen. Es geht um die Organisation eines anderen Lebensstils, weg vom Rausch des permanenten Verbrauchs und hin zum einem vernünftigen Gebrauch von Ressourcen.
Es geht dabei nicht um einen Abschied von Wohlstand und Verzicht, es geht darum, dass wir uns neu und effizienter organisieren. Und das geht nur, wenn sich von möglichst viele Menschen einig sind und gemeinsame lernen, gemeinsame Sache machen.

Toni Dingl

Referent für Umweltfragen der Stadt Altötting

Montag, 20. Mai 2013

Energiegenossenschaft nimmt Fahrt auf

Die Energiegenossenschaft Inn-Salzach eG i.Gr. - kurz EGIS -  nimmt nun Fahrt auf. Ziel der EGIS ist es ja, die Energieversorgung für Strom, Wärme und Verkehrs- und Transportdienstleistungen in Eigenregie umweltfreundlich, nachhaltig und aus regionalen Ressourcen heraus organisieren zu können.
Ein weiteres Ziel ist auch Stromanbieter zu werden.
Um diese Ziele auch zu erreichen, ist es notwendig, eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Der erste kleine Schritt erfolgte mit der Errichtung einer Fotovoltaikanlage auf der Turnhalle des Aventinus-Gymnasiums in Burghausen. Die Anlage hat knapp über 30 kW und ist seit einigen Wochen schon am Netz.
Nun soll ein weiteres Projekt  in der Stadt Burghausen unter Beihilfe der EGIS abgewickelt werden. Es handelt sich um eine PV-Anlage mit geschätzten 5.000 kW. Diese Anlage soll entlang des Bahngleises erstellt werden. In Abstimmung mit der Stadt Burghausen, einem Burghauser Solarunternehmen soll die EGIS erstens dieses Projekt organisatorisch beim Aufbau und beim Betrieb begleiten und zweitens die Möglichkeit einer Beteiligung erhalten.
Details hierzu werden in den nächsten Wochen geklärt. Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es war und in Zukunft sein wird, dass mit der EGIS in der Region eine Institution geschaffen worden ist, die Energie-Projekte zusammen mit ansässigen Akteuren auf die Füße stellen kann..
Noch ein Hinweis in anderer Sache und an dieser Stelle. Sammelbestellungen für Pelletsbezug werden quartalsweise abgewickelt. Ab jetzt können auch Anfragen bzw.Bestellungen für Scheitholz unter der mailadresse: "holzbrennstoffe@egis-energie.de" an die EGIS gerichtet werden.

Toni Dingl

Umweltreferent der Stadt Altötting 

Mittwoch, 10. April 2013

Was kann die Energiegenossenschaft leisten?

Die Energiegenossenschaft Inn-Salzach eG i. Gr. - kurz EGIS - ist gerade dabei, sich intern zu organisieren, Aufgaben zu verteilen, ein Unternehmenskonzept zu schnüren, kurzfristige und langfristige Ziele festzuschreiben.

Welche Erwartungen dürfen wir als Bürgerinnen und Bürger 
unserer Stadt und auch ich als Umweltreferent mit der EGIS verknüpfen?

Gilt das gleiche nicht auch für die Versorgung mit Wärme?
Können wir uns so aufstellen, dass wir uns unabhängig machen können von den fossilen Energieträgern, von den Energiekonzernen, die alle ihre eigene Suppe kochen?
Können wir wir ein selbstständiges, intelligentes Verbrauchs-Management in den Haushalten und Gewerbebetrieben aufbauen und gleichzeitig in Erzeugungstechnologien mit Kraft-Wärme-Kopplung investieren und als Ergänzung die nicht immer verfügbaren solaren Energie nutzen lernen?

Können wir uns da verbünden mit umliegenden Kommunen, die alle eine ähnliche Aufgabenstellung haben ?


Wenn sich die Energiegenossenschaft diese Fragen stellt und die Forderungen nach selbstständiger Versorgungssicherheit umsetzen kann, dann haben wir viel erreicht.

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