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Montag, 21. Oktober 2013

Nachhaltige Energien und Klimaschutz

Das Klima und die Botschaft, dass sich das globale Klima möglicherweise drastisch verändern wird, haben es in diesen Tagen wieder in die Schlagzeilen der Medien geschafft. Der jüngste Bericht des Weltklimarates wird derzeit der Öffentlichkeit vorgestellt

Die Medien haben für wenige Tage wieder ein dankbares Thema, solange bis ein anderes, neues Thema für´s weitere Geschäft, bzw. Einschaltquoten sorgen wird.

Und in großen Teilen der Bevölkerung werden die Artikel und Sendungen wie ganz normale Nachrichten hingenommen, für die Einen als Neuigkeit, für die anderen als längst bekanntes Phänomen und für manche als bloße Panikmache, das einer bestimmten Klientel von Wissenschaftlern die Existenzberechtigung verschafft.

Für die Stadt Altötting sind die Aussagen in der Neufassung des Weltklimaberichtes die richtige Motivation, weiter an einem kommunalen „Aktionsplan für nachhaltige Energie“ zu arbeiten und diesen Aktionsplan gemeinsam mit der Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten umzusetzen.

Dabei ist es egal, wie der von Gegnern der etablierten Klimaforschung inszenierte Streit endet, der die Aussagen des Klimaberichtes für falsch, nicht beweisbar und haltlos bezeichnet.

Denn die vom Menschen verursachte Klimaveränderung ist ja nur der „mögliche“ böse Zwilling der in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Ausbeutung der endlichen und begrenzten, fossilen Ressourcen.

Und weil wir uns eh von den fossilen Ressourcen verabschieden müssen, ist es letztlich ziemlich gleich, ob wir den Klimaschutz hier noch als zusätzliches Argument heranziehen oder nicht. 

Die Tatsache, dass der überragende Teil aller weltweit tätigen Klimaforscher die menschengemachte Klimaveränderung feststellen und prognostizieren und andererseits die Gegenspieler als Lobby der Ölindustrie bezichtigt werden, sollte für Nichtwissenschaftler wie den Autor dieser Zeilen und viele Altöttinger Mitbürger doch als Hinweis dafür gelten, dass die Menschheit hier an einem großen Experiment bastelt, dessen Folgen irgendwann nicht mehr reparierbar sein könnten. Allein schon der Verdacht sollte ausreichen, um sich von diesem bedrohlichem Abenteuer fern zu halten.

Es ist ein Streit um des Kaisers Bart: Denn für Klimaschutz einzutreten, ist konkreter Ressourcenschutz und sich für Ressourcenschutz einzusetzen, heisst konkret die Klimaschutzziele einzuhalten. 

Toni Dingl
Umweltreferent der Stadt Altötting



Sonntag, 20. Oktober 2013

Am 24. September: Info zu Energie-Genossenschaft

Jetzt und rechtzeitig und gemeinsam mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Weichen stellen für die Zukunft, die ohne billiges Öl und Gas und ohne billigen Strom unaufhaltsam auf uns und unsere Kinder zukommt, das ist das Motiv für die Gründung einer lokalen Energiegenossenschaft.
Der Urvater der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen weist uns den Weg:
„Was einer allein nie erreichen kann, können viele schaffen...“

Am Montag, den 24. September findet aus diesem Anlass um 19 Uhr im Gasthof „12 Apostel“  in Altötting die zweite Informationsveranstaltung zur Gründung einer Energie-Genossenschaft für Bürger aus Altötting und Neuötting sowie Umgebung statt.

Die erste Informationsveranstaltung am 11. Juni im Stadtsaal Neuötting zeigte, dass fast 100 Personen aus den beiden Städten und Umgebung an einer Energie-Genossenschaft interessiert sind. Die Genossenschafts-Anteile sollen möglichst niedrig  sein, weil  möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der  Genossenschaft beteiligt werden sollen.

Eine zukünftige Energie-Genossenschaft hat viele Möglichkeiten und Ziele. 
Angesichts der Herausforderungen, die eine Zukunft ohne fossile Energieträger zwangsläufig bringen wird, ist es für uns alle Verbraucher notwendig, selbst Initiative zu ergreifen, wollen und sollen wir nicht Spielball bleiben, Spielball von Institutionen, die von Außen her unser Schicksal mit bestimmen werden. 

Es geht darum, dass wir selbst die Weichen stellen können und uns unabhängig machen, soweit dies geht.

Es geht um die Erschließung von Einsparpotenzialen, es geht um die Vermeidung von unsinnigen Energieverbräuchen, es geht darum, festzustellen, was und wie viel und wo wir Energie brauchen, Energie und zu welchen Zeiten. Welche lokalen Speichermöglichkeiten gibt es? Können wir regionale, sichere und nachwachsende Energieträgern wie Sonne und Holz und Abwärme erschließen? Können wir nicht viel intelligenter mit Energieträgern umgehen, sie nicht viel effizienter einsetzen?
Welche Lösungen im Verbund, Speicherung von überschüssigen Sonnenstrom in zB. Batterien von e-Mobilen bieten sich in Zukunft an?

Es geht natürlich auch um Projekte, um Anlagen, die Sinn machen, um eine sinnvolle Infrastruktur, es geht dann auch um die Finanzierung und den Betrieb von diesen Anlagen.
Und diese Anlagen sollen in die Hände der Bürgerschaft, in die Hände von uns allen, die davon Nutzen ziehen müssen.

Es geht aber auch darum, dass wir uns aufstellen und dass wir lebensfähig bleiben, wenn die fossilen Energieträger nicht mehr für Heizung, Strom und Mobilität zur Verfügung stehen. Es geht um die Organisation eines anderen Lebensstils, weg vom Rausch des permanenten Verbrauchs und hin zum einem vernünftigen Gebrauch von Ressourcen.
Es geht dabei nicht um einen Abschied von Wohlstand und Verzicht, es geht darum, dass wir uns neu und effizienter organisieren. Und das geht nur, wenn sich von möglichst viele Menschen einig sind und gemeinsame lernen, gemeinsame Sache machen.

Toni Dingl

Referent für Umweltfragen der Stadt Altötting

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